Ottokar-Wüst-Platz feierlich eingeweiht

Dieses Thema im Forum "Der Verein" wurde erstellt von Herr Bert, 26. April 2018.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Der Bochumer Junge hat nun sein Denkmal: In einer feierlichen Zeremonie hat der VfL Bochum 1848 zu Ehren seines langjährigen Präsidenten den Ottokar-Wüst-Platz eingeweiht. In Anwesenheit seiner Familie sowie vielen Wegbegleitern, gedachten der VfL-Aufsichtsrat und -vorstand sowie Vertreter der Stadt Bochum an den Ehrenpräsidenten, der von 1966 bis 1993 die Geschicke der Blau-Weißen leitete und 2011 verstarb.

    „Der VfL war für meinen Vater eine Familienangelegenheit“, erinnerte Dr. Michael Wüst in seiner Ansprache am Denkmal an seinen Vater Ottokar. Nicht ohne schmunzelnd zu erwähnen, dass der Herr Papa im Grunde genommen zu jedem Zeitpunkt seines Lebens in Sachen VfL unterwegs war und die Familie deshalb quasi jeden Zoo der Republik, zumindest aber die im Westen kennenlernen durfte. Der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Villis charakterisierte Ottokar Wüst mit dem Satz, der auch das Denkmal schmückt: „Der VfL kommt von der Castroper Straße und hier soll er auch bleiben.“ Dieses Credo Wüsts, sein Bekenntnis zur Stadt, zum Verein und zu seiner Herkunft ist laut Villis für den heutigen VfL Vermächtnis und Verpflichtung zugleich. Der Aufsichtsratsvorsitzende dankte auch insbesondere Detlef Weimer, der auf der Mitgliederversammlung 2013 den Antrag stellte, den Ehrenpräsidenten Werner Altegoer und Ottokar Wüst ein Andenken zu schaffen. Die Werner-Altegoer-Medaille für die besten Spieler aus dem eigenen Talentwerk wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vergeben, und nun hat auch Ottokar Wüst seinen festen Platz, zwischen Rundsporthalle und seinem Lebensprojekt, dem Vonovia Ruhrstadion.

    Dass ein derartiges Unterfangen nicht von Vereinsseite alleine gestemmt werden kann, ist klar. Weshalb auch der Stadt Bochum großer Dank gebührt, die zur Verwirklichung des Vereinswunsches beigetragen hat. Stellvertretend für die Stadt lobte Bürgermeisterin Gabriele Schäfer den ehemaligen Vereinspatron: „Du warst ein feiner Mensch und ein Gentleman. Nun bist du wieder an der Castroper, da gehörst du hin.“ Das Denkmal ist in Form eines Hochbeetes angelegt, mit Sitzbänken rundum. Auf dem Beet stehen drei Stelen, die an Ottokar Wüst erinnern sollen, mit seinem Portrait, einem Kurzabriss seines Lebens und Wirkens sowie dem VfL-Logo. Die Umsetzung dieser Elemente gelang durch tatkräftige Unterstützung des VfL-Partners Vivamo, auch dafür ein Dankeschön.

    Im Anschluss an die feierliche Einweihung gab es in der Stadtwerke Bochum LOUNGE noch einen Talk, den der bekannte Sportkommentator Hansi Küpper (Sky) leitete. Seine Gäste: die beiden VfL-Legenden und Aufsichtsratsmitglieder Martin Kree und Jupp Tenhagen sowie Dieter Bast, der 207 Pflichtspiele für den VfL absolvierte. Sie alle hatten den väterlichen Präsidenten kennen und schätzen gelernt und berichteten, sehr zur Freude der zahlreichen Ehrengäste, von ihren individuellen Erlebnissen mit dem väterlichen Mentor, der zu seiner Zeit sämtliche Tricks und Kniffe des Geschäfts kannte und auch vor handgreiflichen Zuwendungen zur Begrüßung nicht zurückschreckte. Legendär auch die rhetorischen Fähigkeiten von Ottokar Wüst, plus sein Organisationstalent, das zum Beispiel den „VfL-Winterball“ zu einer festen Institution in Bochum machte, ein gesellschaftliche Ereignis ersten Ranges.

    Das abschließende Gruppenfoto vor dem Konterfei von Ottokar Wüst versammelte noch einmal rund 50 Jahre VfL-Geschichte. Die ehemaligen Bochumer Spieler, die sich zu Ehren Ottokar Wüsts eingefunden hatten, kommen zusammen auf 3861 Pflichtspiele, größtenteils für den VfL: Gustav Eversberg, Sebastian Schindzielorz, Erwin Galeski, „Funny“ Heinemann, Dieter Moritz, Walter Oswald, Erich Schiller, „Eppi“ Leifeld, Dieter Bast, Gerd Wiesemes, Horst Christopeit, „Jupp“ Tenhagen, Martin Kree, Hartmut Fromm, „Ata“ Lameck und Klaus Franke.

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    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2018

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