JHV: „Erfolgreich, leidenschaftlich, sympathisch“

Dieses Thema im Forum "Der Verein" wurde erstellt von Herr Bert, 19. September 2018.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Sebastian Schindzielorz verlebte im Bochumer RuhrCongress seine erste Mitgliederversammlung in der Hauptverantwortung. Der Geschäftsführer Sport referierte dabei nicht nur über die Monate seit seinem Amtsantritt im Februar, sondern gab zudem einen Ausblick auf die noch junge Saison und erklärte – ganz zur Freude der anwesenden Mitglieder – warum er die Aufgabe anne Castroper mit viel Herzblut Tag für Tag angeht.

    Sebastian Schindzielorz ist Bochumer durch und durch, das konnten die anwesenden Mitglieder am Dienstagabend zum wiederholten Male hautnah feststellen. „Jeder von uns hier im Saal hat seine persönliche, emotionale Geschichte, wieso der VfL Bochum eine besondere Position in seinem Leben einnimmt, wieso wir als Fans, Mitglieder oder Mitarbeiter mit dem VfL verbunden sind. Für mich persönlich kann ich sagen: Der VfL ist ‚mein‘ Verein, es ist für mich sehr emotional, heute hier oben stehen zu dürfen“, erklärte „Sesi“ unter großem Beifall.

    Der Geschäftsführer Sport bedankte sich „ausdrücklich beim Präsidium mit Hans-Peter Villis an der Spitze für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken“. Keine Selbstverständlichkeit, in einer für den Verein schwierigen Situation auf einen „Neuling“ zu setzen. Doch Schindzielorz kann „versichern, dass ich mich stets mit allem was ich habe für die Entwicklung des Vereins einbringen werde“. Ein Dank galt auch seinem Vorgänger Christian Hochstätter: „Ich möchte mich bei ihm für die Möglichkeit, damals zum VfL zurückzukehren, herzlich bedanken. In der Vergangenheit konnte ich viele Projekte begleiten und einen guten Übergang von der aktiven Zeit auf die Funktionärsebene erlangen.“ Der Geschäftsführer Sport führte weiterhin aus: „Weiterhin möchte ich Christian Hochstätter für sein Engagement für den VfL danken. Die Transfereinnahmen der Vergangenheit halfen dem Club bei der finanziellen Konsolidierung enorm, die Professionalisierung des Talentwerks stellte wichtige Weichen für die Zukunft.“

    Hauptgegenstand des Berichts von Sebastian Schindzielorz war aber natürlich die sportliche Entwicklung im vergangenen Jahr, in diesem Zuge beleuchtete „Sesi“ zunächst die Trainerwechsel vor bzw. zu Beginn seiner Amtszeit im letzten Februar. „Nach meinem Amtsantritt im Februar stellte sich für mich folgende Situation dar: Der VfL befand sich in einer durchaus komplizierten Lage. Sportlich steckten wir im Abstiegskamp, außersportliche Schlagzeilen hatten in den Wochen und Monaten zuvor die Berichterstattung bestimmt“, schaute Schindzielorz zurück. „Meine erste Amtshandlung war dann auch eine unangenehme: Ich musste entscheiden, ob es mit dem Cheftrainer Jens Rasiejewski weitergehen sollte oder nicht. Die Entscheidung ist bekannt, die Wahl fiel auf Robin Dutt. An dieser Stelle möchte ich Jens Rasiejewski danken, schließlich hat er als Leiter des Talentwerks viele neue Impulse gesetzt und uns als kreativer Querdenker auf diesem Gebiet vorangebracht.“

    Neustart mit Robin Dutt also, der Geschäftsführer Sport erklärte die Beweggründe für die Installation des Coaches: „Ich war überzeugt, dass uns in der geschilderten Situation ein erfahrener Trainer weiterhelfen würde. Mein Anforderungsprofil sah weiterhin vor: Ruhe, Souveränität, eine klare Spielidee, gute Kommunikation. Robin Dutt entspricht in allen Punkten den von mir gestellten Anforderungen.“ Eine äußerst gute Entscheidung, wie auch Schindzielorz bestätigte: „Ich sehe die Entwicklung als sehr positiv an. Unter Robin Dutt stabilisierte sich die Mannschaft und holte mit einem Punkteschnitt von 1,83 ein bemerkenswertes Ergebnis.“ Grundstein für den Klassenerhalt.

    In diesem Zuge wollte der Geschäftsführer Sport aber auch nicht die Gesamtleistung außer Acht lassen, zu die ganze Stadt ihren Beitrag geleistet hat. „Parallel zur sportlichen Entwicklung rückte auch Bochum zusammen! Die Kampagne „#1Ziel – Drinbleiben mit dir!“ wurde ins Leben gerufen und von allen Parteien gelebt. Die Stimmung im Vonovia Ruhrstadion war klasse, bei Auswärtsspielen wurde die Mannschaft toll unterstützt. Als Beispiel möchte ich das Spiel in Sandhausen aufführen, welches von über 1000 Bochumern begleitet wurde. Der VfL war wieder da!“ Gleichzeitig richtete der Ex-Profi aber auch einen Appell an alle Beteiligten: „Wir haben am Ende einen versöhnlichen 6. Tabellenplatz belegt. Aber: Vier Cheftrainer, zwei Vorstände und eine bundesweite Berichterstattung über Zugfahrten und Speisepläne – das geht selten gut und sollte unserem Verein nicht noch einmal passieren. Dafür müssen wir alle Sorge tragen.“

    Nach der Beleuchtung der Vorsaison intensivierte der Geschäftsführer Sport seine Ausführungen zur aktuellen Spielzeit. „Die Mannschaft hatte das Potential für eine bessere Platzierung. Deswegen haben wir uns entschieden, im Kader auf Kontinuität zu setzen und nur punktuell Veränderungen vorzunehmen.“ Verlängerungen mit den Talenten Leitsch, Saglam, Ekincier und Kraft sowie den arrivierten Kräften Fabian und Eisfeld, die festen Verpflichtungen von Janelt und Tesche, dazu die Transfers von Maier, Pantovic, Ganvoula und Lee – Schindzielorz hatte im zurückliegenden Sommer dennoch ordentlich zu tun.

    Die positiven Eindrücke überwiegen jedenfalls deutlich: „Der Saisonstart in der Liga verlief sehr gut, im DFB-Pokal hingegen höchst enttäuschend und blamabel. Aufgrund der vorhin beschriebenen Kontinuität im Kader sowie der Qualität auf und neben dem Platz bin ich davon überzeugt, dass wir unsere selbstgesteckten Vorgaben erreichen können.“ Die wie folgt aussehen: „Nach den Erfahrungen der letzten Jahre, vor allem bei der Bewertung der vergangenen Spielzeit, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine dauerhafte Platzierung unter den TOP 25 in Deutschland das ist, was wir als VfL Bochum anstreben sollten.“

    Äußerst positiv fiel zudem der Blick auf das blau-weiße Talentwerk aus: „Hier schreiben wir die erfolgreiche Geschichte der vergangenen Jahre fort. Die U19 hat in der vergangenen Saison in der A-Junioren Bundesliga-West bis kurz vor Schluss um den Einzug in die Meisterschaftsendrunde mitgespielt und den Konkurrenten rechts und links von uns das Leben sehr schwer gemacht. Bei der U17 verlief die Saison etwas holpriger, am Ende wurde das Team von Christian Mollocher Tabellensechster. Aber im Westfalenpokal haben unsere Jungs am Ende den Cup an die Castroper geholt, durch ein 4:2 im Finale in Dortmund gegen den BVB.“

    Doch auch die anderen Talentwerk-Teams sowie die Frauen- und Mädchenmannschaften blieben natürlich nicht unbeachtet. In diesem Jahr wurde die Nachwuchsabteilung des VfL erneut von DFB und DFL mit der höchsten Auszeichnung belegt: „Die Drei-Sterne-Auszeichnung ehrt uns, ist aber zugleich Ansporn und Verpflichtung, sich nicht darauf auszuruhen oder zurückzulehnen, sondern weiterhin innovativ zu sein und die Dinge, sei es Abläufe oder Infrastruktur, weiterhin zu verbessern. Wir wollen den Mitteln, die dem VfL zur Verfügung stehen, das Maximum erreichen.“

    Zum Abschluss richtete Schindzielorz sein Wort aber nochmal an das gesamte Plenum: „Liebe Mitglieder – lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unser Verein, unser VfL weiter auf dem Weg bleibt, den wir seit Februar dieses Jahres beschreiten: sportlich erfolgreich, mit einer klaren Spielidee, leidenschaftlich und sympathisch in der Außendarstellung. Das sind die Parameter, mit denen ich mich identifizieren kann und von denen ich glaube, dass Sie es auch können.“
    Scheffkoch und OKM gefällt das.

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