(21) Stefano Celozzi: Routinier für rechts hinten

Dieses Thema im Forum "Der Kader" wurde erstellt von BomS, 22. Juli 2014.

  1. BomS

    BomS Administrator

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    (21) Stefano Celozzi


    Position: Rechtsverteidiger/Linksverteidiger/rechtes Mittelfeld

    Rückennummer: 21

    Geboren: 02.11.1988 in Günzburg

    Größe: 171 cm

    Gewicht: 74 kg

    Homepage: nicht bekannt

    Nationalität: deutsch-italienisch

    Beim VfL seit: 14.07.2014

    Vertrag bis: 30.06.2020

    Spiele/Tore/Vorlagen 1.BL 98/1/7 (Stand: 26.07.2019)

    Spiele/Tore/Vorlagen 2.BL 120/1/8

    Länderspiele/Tore: 3/0 Deutschland U21, 6/0 Deutschland U17 und 7/0 Deutschland U16

    Frühere Vereine: Eintracht Frankfurt (2012-14), VfB Stuttgart (2009-12), Karlsruher SC (2008/09), FC Bayern München (2005-08), SSV Ulm 1846 (bis 2005), TSV Wasserburg, SC Bubesheim

    Spielerberater: SportsTotal
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Juli 2019
  2. aniger60

    aniger60 Moderatorin

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    13.08.2014
    Celozzi: Müssen hungrig bleiben

    Mit Stefano Celozzi spielt seit dieser Saison ein Mann mit Champions-League-Erfahrung beim VfL. Wir haben mit ihm über die große Fußballbühne, den Saisonauftakt und das DFB-Pokalspiel gegen seinen Ex-Verein, den VfB Stuttgart, am Samstag, dem 16. August (15:30 Uhr), gesprochen.

    Hallo Stefano! Du bist seit sechs Wochen beim VfL. Hast du dich schon in Bochum einleben können und wie gefällt es dir im Ruhrgebiet?

    Derzeit wohne ich noch im Hotel. Deshalb kann ich noch nicht sagen, dass ich mich einleben konnte. Ich habe vom Ruhrgebiet leider auch noch nicht so viel gesehen. Aber im Verein und in der Mannschaft habe ich mich gut eingelebt. Die Jungs sind super und es macht sehr viel Spaß. Vor allem jetzt, wo wir nach zwei Spieltagen Tabellenführer sind. Es ist schon ein gutes Gefühl wenn man auf die Tabelle schaut.

    Du hast in deiner Vita bereits ein paar Champions League-Einsätze stehen. Mit dem VfL spielst du jetzt in der zweiten Liga. Was hat dich dazu bewegt nach Bochum zu wechseln?

    Ich bin ganz ehrlich: Ich hatte zunächst auf Angebote aus der Bundesliga gehofft, die kamen aber nicht und dann hab ich gesagt, wenn ich in der zweiten Liga spiele, dann bei einem Verein mit Tradition. Der Trainer und der Manager haben sich sehr um mich bemüht, sodass ich ein gutes Gefühl hatte was den VfL angeht. Mir war es natürlich auch wichtig, dass die Mannschaft gut ist. Außerdem stimmen die Strukturen hier in Bochum. Vom Potential her sehe ich den VfL in der Bundesliga und da wollen wir auch so schnell wie möglich hin.

    [​IMG] Wie wurdest du von der Mannschaft aufgenommen und was ist dein Eindruck bisher von Mannschaft und Umfeld?

    Wir haben eine tolle Mannschaft mit super Spielern. Man kann das auch sehen. In der heutigen Videoanalyse zum Beispiel haben wir gesehen, dass beim Tor zum 1:0 gegen Aue die ganze Bank aufgesprungen ist und gejubelt hat, als wären wir Weltmeister geworden, sowas spricht für einen guten Teamgeist. Soweit ich das Umfeld kennengelernt habe macht es einen super Eindruck und ich fühle mich wohl.

    Du hast mit dem VfB Stuttgart in der Champions League gegen den FC Barcelona gespielt. Was ist das für ein Gefühl die Champions League-Hymne zu hören und auf der großen Fußballbühne zu stehen?

    Die beiden Spiele gegen Barcelona damals im Achtelfinale der Champions League waren auf jeden Fall etwas Besonderes, das mir wahrscheinlich auch für immer in Erinnerung bleiben wird. Das waren die zwei größten Spiele, die ich in meiner Karriere bisher gemacht habe. Champions League zu spielen ist einfach ein ganz spezielles Gefühl. Leider haben wir nach einem 1:1 im Hinspiel im Camp Nou 4:0 verloren. Trotzdem war es eine unschätzbare Erfahrung und ein ganz großes Geschenk.

    Wie schnell möchtest du wieder zurück auf die große Fußballbühne und was sind deine Ziele hier in Bochum und mit dem VfL?

    Ich möchte so schnell wie möglich wieder in die erste Liga, ganz klar. Am liebsten natürlich mit dem VfL. Aber das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Ich sehe aber, dass die Mannschaft Potential hat. Wir wollen einfach Spaß haben und eine gute Saison spielen. Jeder hat das tiefe Bedürfnis in die 1. Bundesliga aufzusteigen.

    Die Vorbereitung hat bei so manchem Fan dezente Euphorie ausgelöst. Auch der gute Saisonstart gegen Fürth und Aue schürt Erwartungen. Manche sehen euch als Kandidat für das obere Tabellendrittel. Wie geht ihr mit den Erwartungen um und welche Ziele hat sich die Mannschaft gesetzt?

    Also ich kann nicht für alle sprechen. Für mich persönlich ist es eine Momentaufnahme. Wir haben nach zwei Spieltagen vier Punkte und 5:1 in Aue gewonnen. Aber da war auch nicht alles Gold, was glänzt. Ich kann den momentanen Stand für mich persönlich ganz gut einordnen und bin mir auch sicher, dass die anderen die Situation nicht überbewerten und in Euphorie ausbrechen. Natürlich hat das Umfeld eine gewisse Euphorie, was auch schön ist. Wir freuen uns wenn das Stadion gut gefüllt ist, denn wir brauchen jeden einzelnen unserer Fans. [​IMG]

    Gegen Fürth und Aue habt ihr phasenweise richtig guten Fußball und einige tolle Kombinationen gezeigt. Wie erklärst du dir, dass die Mannschaft trotz der vielen Neuzugänge bereits so gut harmoniert?

    Ich würde nicht sagen, dass alles perfekt war. Aber man hat in manchen Phasen gesehen, zu was die Mannschaft in der Lage ist. Wir haben aber noch Steigerungspotential. Aber das ist ja auch etwas Schönes, wenn man als Tabellenführer sagen kann, dass man noch Luft nach oben hat. Wir müssen einfach hungrig und willens bleiben uns zu verbessern und dann kann hier etwas Großes entstehen.

    Gegen Aue habt ihr vor allem in der Offensive nichts anbrennen lassen. Trotzdem war der Trainer nicht vollends zufrieden. Was macht die Mannschaft vorne so gefährlich und was müsst ihr noch verbessern?

    Das der Trainer nicht vollends zufrieden war wusste ich gar nicht (lacht). Wenn man aus ungefähr sechs Torchancen fünf Tore macht, dann kann man schon davon sprechen, dass wir unsere Gelegenheiten nutzen. Aber es wird wahrscheinlich auch mal Spiele geben, in denen wir viele Möglichkeiten haben und die dann nicht nutzen. Ich will hier aber jetzt gar nicht so viel darüber philosophieren. Ich denke, dass wir als Mannschaft gut gearbeitet und eine gute Einstellung haben. Für mich gab es gegen Aue beim Stand von 1:1 so eine Phase, in der ich mir gedacht habe: Jetzt kommt’s drauf an zu zeigen, was in uns steckt. Da hing das Spiel am seidenen Faden und es hätte in die eine oder die andere Richtung ausschlagen können. Wir haben es dann aber geschafft den Bock umzustoßen und das spricht für Qualität und eine gute Siegermentalität.

    Wenn man sich die Spiele der anderen Mannschaften anschaut, sieht es so aus, als wäre die Liga in dieser Saison noch enger. Was glaubst du, wie spannend wird die Saison?

    Ich hab von den anderen ehrlich gesagt noch gar nicht so viel gesehen. Aber die zweite Liga ist immer eine Wundertüte. Es gibt immer viele Wechsel, sodass manche Mannschaften komplett neu aufgestellt in die neue Saison gehen. Da weiß man nie so genau wie dann die Einzelspieler miteinander harmonieren. Ich glaube, dass die deutsche eine richtig gute, vielleicht die beste zweite Liga der Welt ist und teilweise sehr attraktiver Fußball gespielt wird. Etwas kampfbetonter als in der 1. Bundesliga, aber trotzdem auf einem hohen Niveau.

    Am Samstag geht’s im Pokal gegen deinen Ex-Verein den VfB Stuttgart. Was bedeutet diese Begegnung für dich? Motiviert es zusätzlich gegen die alten Kollegen anzutreten?

    Ich habe drei Jahre in Stuttgart gespielt, aber zwischen Stuttgart und Bochum war ich ja noch in Frankfurt, deswegen ist meine Zeit beim VfB schon eine Weile her. Klar ist es für mich etwas Besonderes, dass Stuttgart kommt. Es sind immer besondere Spiele wenn man gegen den alten Arbeitgeber spielt und teilweise auf Leute trifft, mit denen man zusammen gearbeitet hat, wie zum Beispiel Armin Veh. Ich freu mich einfach auf den Samstag. Und ich denke den Fans und meinen Teamkollegen geht es da genauso. Jeder hat Lust auf den Pokal und wir wollen einfach ein gutes Spiel abliefern. Ob es am Ende dann zum Sieg reicht, werden wir sehen.

    Der VfB hatte in der letzten Saison einige Schwierigkeiten und musste lange um den Klassenerhalt in Liga 1 kämpfen. Wie schätzt du den Gegner ein?

    Ich kann den Gegner noch nicht einschätzen, weil ich sie in dieser Saison noch nicht habe spielen sehen. Ich weiß aber, dass sie im letzten Jahr große Probleme hatten. Sie haben im Sommer sehr viel geändert und unter anderem einen neuen Trainer, den ich wie gesagt auch noch aus meiner Zeit in Stuttgart kenne. Armin Veh ist, wie ich finde, ein sehr guter Trainer, der ein fantastisches Gespür für die Spieler hat und es versteht, die Mannschaft einzustellen und zu motivieren. Ich bin mir ganz sicher, dass der VfB Stuttgart in der kommenden Saison oben mitmischt und eine andere Rolle spielen wird als letzte Saison. Ich bin davon überzeugt, dass Armin Veh den VfB in den Kampf um die Euro League-Plätze führt.

    Stanislav Sestak hat gesagt, dass in dem Spiel am Samstag alles möglich ist. Wie wollt ihr das Spiel angehen und dem Favoriten das Leben schwer machen. Konkret: Was ist für euch am Samstag drin?

    Ja, du hast es gesagt: Der VfB ist als Erstligist ganz klar Favorit. Wie man so schön sagt: der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Normalerweise müsste ich jetzt drei Euro ins Phrasenschwein werfen (lacht). Wir haben durch die letzten zwei Spiele eine Euphorie entfacht. Wenn wir diese Euphorie mitnehmen können, das Spiel lange offen halten und unsere Stärken ausspielen, können wir an einem guten Tag für eine Überraschung sorgen.

    Nochmal eine persönliche Frage: Hast du ein Vorbild und wenn ja, wer ist das?

    Meine fußballerischen Vorbilder sind auf jeden Fall Lionel Messi und Maradona, das sind die größten Fußballer, die ich je gesehen habe. Maradona habe ich leider nie live gesehen und gegen Messi durfte ich schon spielen, was ein tolles Erlebnis war. Es macht mir richtig Spaß ihm beim Fußballspielen zuzusehen, weil er einfach alles drauf hat.


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  3. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Stefano Celozzi beackert die rechte Abwehrseite beim VfL Bochum. Hier gibt der 27-Jährige, der beim Revierklub unumstrittene Stammkraft ist, Unions Maximilian Thiel das Nachsehen.

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