(19) Patrick Fabian: Bochumer Junge auf Stand-By

Dieses Thema im Forum "Der Kader" wurde erstellt von BomS, 1. Juni 2011.

  1. BomS

    BomS Administrator

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    (19) Patrick Fabian

    Position: Innenverteidiger
    Rückennummer: 19
    Geboren: 11.10.1987 in Hagen
    Größe: 193 cm
    Gewicht: 92 kg
    Homepage: nicht bekannt
    Nationalität: deutsch
    Beim VfL seit: 2000
    Vertrag bis: 30.06.2019
    Spiele/Tore/Vorlagen 1.BL 6/0/0 (Stand: 26.07.2018)
    Spiele/Tore/Vorlagen 2.BL 138/5/8
    Länderspiele/Tore: 0

    Frühere Vereine: SF Oestrich-Iserlohn (bis 2000) und VfB Westhofen

    Spielerberater: arena11 Sportsgroup
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Juli 2019
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Ausgefragt: Patrick Fabian

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    Die Wahrheit liegt auf dem Platz? Nicht immer. Manchmal muss man auch einfach nur die richtigen Fragen stellen. Wir haben unsere Spieler in diesem Sommer gelöchert und dabei eine Menge Neues erfahren. Heute im Fokus: Patrick Fabian.

    Auf was für eine Trainingsübung hast du nicht so viel Lust?
    Auf das Warmmachen ohne Ball.

    Welche macht dir am meisten Spaß?
    Alle Spielformen.

    Von welchem Mitspieler würdest du dich gerne mal bekochen lassen?
    Da könnte ich mich gar nicht entscheiden. Am liebsten würde ich mich von jedem bekochen lassen.

    Welcher Mitspieler singt am lautesten unter der Dusche und wie gut?
    Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch niemanden unter der Dusche singen hören. Ich höre die Mitspieler nur kreischen, wenn sie ins Eisbecken gehen. Und da kreischt Kevin Vogt am lautesten

    Was ist dein Lieblingsort in Bochum?

    Das Stranddeck am Kemnader See ist im Sommer schon echt cool. Und da ich in Stiepel wohne, ist das direkt um die Ecke

    Wie eitel bist du auf einer Skala von eins (überhaupt nicht) bis zehn (sehr)?
    Sieben. Schon ein bißchen, nicht übertrieben, aber etwas eitel bin ich ja schon.

    Wenn du als berühmter Musiker auf die Welt gekommen wärst, welcher wäre das gewesen?
    Am liebsten höre ich HipHop, aber ich wäre wohl eher kein HipHopper, sondern eher so ein schnulziges Boyband-Mitglied. Einer der Backstreet Boys wäre ich wahrscheinlich gewesen.

    Was ist das Wertvollste, das du besitzt?
    Definitiv meine Familie. Familie geht über alles, das ist das wertvollste, was ich habe. Da hält auch nichts Materielles mit.

    Was macht dich richtig wütend?
    Es ist schwierig, eine bestimmte Situation zu nennen. Generell macht mich Verlogenheit wütend. Was mich gerade nervt ist meine Toilette zuhause. Die nervt, da gibt es seit zwei Jahren immer wieder Probleme. Das macht mich momentan wütend.

    Wovor hast du Angst?
    Es gibt sicherlich immer Momente, in denen man Angst hat. Aber so generelle Situationen kann ich da gar nicht nennen.

    In welchem Sport außer Fußball bist du sonst noch gut?
    Ich gucke sehr, sehr gerne Eishockey. Da kenne ich mich sehr gut aus und auf Schlittschuhen komme ich generell sehr gut klar. Ansonsten bin ich noch gut im Basketball, das habe ich früher mal gespielt.

    Liegst du im Urlaub am liebsten am Pool oder lernst du Land und Leute kennen?

    Weder noch. Am liebsten liege ich die ganze Zeit am Strand.

    Ich hätte gerne so eine Bombenkondition wie… Ich bin mit meiner Kondition eigentlich sehr zufrieden.

    Ich hätte gerne so ein dickes Auto in der Garage wie… Mimoun Azaouagh

    Ich hätte gerne einen solchen Schlag bei Frauen wie… Auch damit bin ich eigentlich ganz zufrieden bei mir

    Quelle: www.vflbochum.de
  3. Werne-Ost

    Werne-Ost unserVfL.de User

    Hab ich beim Spiel der Zweiten in Mannheim vor 2 Jahr durchaus bemerkt. :D
  4. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Befürchtungen bei Fabian bestätigt

    Eigentlich hatte das Trainingslager des VfL in der Türkei dem Innenverteidiger Patrick Fabian dazu dienen sollen, sich für die erste Mannschaft zu empfehlen.

    Doch in einem Trainingsspiel mit Alemannia Aachen verdrehte er sich erneut das Knie. Die Diagnose, die der Vereinsarzt unmittelbar nach der Auswechslung des Innenverteidigers stellte, fand nach einer Untersuchung in Deutschland am Montagabend leider ihre Bestätigung: Das rechte Kreuzband des Spielers ist erneut gerissen und wird, wie schon beim ersten Mal, in Bad Griesbach operiert. Seit dem Trainingsstart am 6. Januar ist dies nach Selim Gündüz schon die zweite Kreuzbandverletzung eines VfL-Profis.

    Quelle und mehr
  5. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Ausgefragt: PATRICK FABIAN

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    Wie ticken unsere Spieler privat? Haben sie etwa Geheimnisse, von denen die Öffentlichkeit unbedingt erfahren sollte? In unserer Rubrik „Ausgefragt” haben wir für jeden Profi unterschiedliche Fragen zusammengestellt, um sie etwas besser kennen zu lernen. Aber Vorsicht: Nicht jede Antwort ernst nehmen.

    Was brauchst du zum Wachwerden?

    Auf jeden Fall brauche ich einen Wecker.

    Warm- oder Wechselduscher?
    Ich dusche immer warm. Das ist viel angenehmer.

    Föner oder Lufttrockner?
    Lufttrockner

    Was darf in deinem Haushalt auf keinen Fall kaputt gehen?
    Ich bin der totale Kaffejunkie. Also die Kaffemaschine.

    Welchem VfL-Kollegen sollte man beim Morgentraining bloß nicht blöd kommen?
    Da gibt es niemanden. Alle bei uns sind fit und ausgeschlafen.

    Welcher Kollege quatscht noch vor dem ersten Kaffee wie ein Wasserfall?
    Das ist Lukas Sinkiewicz. Der quatscht auch nach dem 14. Kaffe wie ein Wasserfall… (lacht)

    Wie ist die Begrüßung des Trainers?
    Der Trainer begrüßt uns mal mit Worten, mal ohne. Aber immer mit Handschlag.

    Wann bist du das letzte Mal zu spät zum Training gekommen und warum?
    Das ist ewig lange her. Ich habe damals noch in Schwerte gewohnt und bin auf der A1 in einen Stau geraten.

    Bei welchem Mitspieler willst du im Auto auf keinen Fall Beifahrer sein und warum?
    Ich fahre lieber selber Auto. Da habe ich alles im Griff.

    Wer hat den schicksten Wagen?
    Bei uns stehen sicherlich viele schöne Wagen. Aber Autos gehören zu den Dingen, auf die ich nicht so achte.

    Dein Traumgegenspieler?
    Das ist Lionel Messi. Wer in einem Pflichtspiel gegen ihn spielt, der hat schon eine Menge erreicht.

    Wer ist deiner Meinung nach zurzeit der beste Abwehrspieler und warum?
    Das ist national Mats Hummels und international Gerard Piquet. Beide strahlen eine große Ruhe aus und geben ihrer Mannschaft viel Sicherheit.

    Dein letzter Kinofilm?
    Ich war zuletzt mit Freunden in „Ziemlich beste Freunde“. Ein super Film. [​IMG]

    Deine letzte Reise?
    Wir waren an der Westküste der USA und haben eine Rundreise gemacht. Besonders Las Vegas war sensationell. Die Mentalität der Leute ist klasse. Am besten sah die Glückspielmetropole im Anflug aus. Die Stadt war voller Lichter, und drum herum in der Wüste war alles dunkel.

    In 20 Jahren verdiene ich mein Geld mit...
    Das kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Ich hoffe mit etwas, dass mir Spaß macht.

    hp VfL Bochum 1848
  6. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Lange Pause für Patrick Fabian

    Aus der schlimmen Befürchtung ist nun Gewissheit geworden: Patrick Fabian, Abwehrspieler des VfL Bochum 1848, hat sich erneut einen Kreuzbandriss zugezogen und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen.

    Bei der Kernspinuntersuchung im Dortmunder Knappschaftskrankenhaus am Montag, 23. Juli, wurde beim Innenverteidiger ein isolierter Kreuzbandriss am rechten Knie diagnostiziert. Für Fabian, der sich im Bochumer Trainingslager in Barsinghausen während der ersten Einheit das Knie verdreht hatte, ist es bereits die dritte Verletzung dieser Art binnen 16 Monaten. Wie lange der 24-Jährige ausfallen wird, lässt sich derzeit noch nicht seriös abschätzen.

    Quelle: Pressemitteilung VfL Bochum 1848
  7. Max

    Max unserVfL.de User

    Ich denke das wars für ihn mit Profifußball.
  8. panther

    panther Fanclub-Mitglied

    Das befürchte ich auch, denn 3 x das gleiche Knie, damit ist er Kandidat für das Guinessbuch. Ihm persönlich alles Gute!
  9. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Der Junge kann einem nur leid tun.
  10. Hubi

    Hubi unserVfL.de User

    Erst einmal Gute Besserung und eine schnelle Heilung. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, kann man nur wünschen das seine Profilaufbahn noch nicht zu ende ist :f040:
  11. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Schwerte. Am Montag erhielt Patrick Fabian die schockierende Diagnose: Kreuzbandriss – der dritte in 16 Monaten. Dennoch will der 24-jährige zurückkommen. In zwei Wochen wird er operiert.

    Der Profi des VfL Bochum im Interview.

    Dass der Kampf um einen Platz im Profi-Team hart ist, wusste Patrick Fabian schon vor dem 30. März 2011. Einer war bis dahin aber nie sein Gegner: der eigene Körper. Eine schlimmere Verletzung hatte er nie zu überstehen. Nun, 16 Monate später, hat er sich zum inzwischen dritten Mal das Kreuzband gerissen. Immer im rechten Knie.

    Wie viele Menschen haben Ihnen in den vergangenen Tagen eine gute Besserung gewünscht?

    Fabian: Ach, wer sich alles gemeldet hat... Viele Spieler, mit denen ich mal zusammen gespielt habe, wie Marc Pfertzel oder Mimoun Azaouagh. Mein früherer Trainer Funny Heinemann hat sich aus Hamburg gemeldet. Und natürlich ganz viele Freunde. So oft geklingelt hat mein Handy sonst höchstens zu Geburtstagen. Das gibt unglaublich Mut.

    Gute Besserung auch von uns! Wie haben Sie den Moment, als Ihr Kreuzband wieder riss, erlebt?

    Fabian: Das war jetzt am Sonntag, der erste Tag im Trainingslager, gleich die erste Einheit. Ich habe mich eigentlich gut gefühlt, habe wieder gemerkt, warum ich Fußball spiele: auf dem Platz zu stehen, gemeinsam mit den Jungs, einfach wieder zu kicken. Seit eineinhalb Wochen war ich wieder voll im Mannschaftstraining dabei. Gegen Ende bin ich in einer Spielform in einen Luftzweikampf gegangen. Als ich auf dem rechten Fuß gelandet bin, hat es im Bein geknackt. Es fühlte sich anders an als bei den letzten Verletzungen. Aber als unser Mannschaftsarzt mich abgetastet hat, hat er gleich den Kopf geschüttelt, als könne er es nicht glauben.

    Am Montag dann die harte Diagnose: wieder ein Kreuzbandriss, der dritte...

    Fabian: Ja. Jens Todt (Manager beim VfL Bochum, Anm. d. Red.) hat am Sonntag beim Abendessen im Trainingslager noch gesagt: Hoffentlich nicht wieder ein Kreuzbandriss! Mein Trainer Andreas Bergmann hat von einer sportlichen Tragödie gesprochen. Er hat mir aber auch Mut gemacht, dass ich irgendwann wieder auf dem Platz stehen werde.

    In der Regel sagt man: Nach drei Kreuzbandrissen, zumal in demselben Knie, kommt ein Fußballer nicht mehr zurück. Glauben Sie an ein Comeback? ...

    Quelle und mehr:
  12. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Fabian gibt nicht auf

    Ein Kreuzbandriss ist eine langwierige Verletzung, die einen Profispieler erst einmal für eine halbes Jahr von der Bildfläsche verschwinden lässt.

    Was soll da ein Spieler denken und sagen, wenn ihm so ein Missgeschick innerhalb von nur knapp eineinhalb Jahren gleich drei Mal widerfährt? Während andere längst die Versicherungssumme kassiert und sich einem neuen Berufsziel zugewandt hätten, schwitzt Patrick Fabian derzeit zwei Mal täglich in der Reha und will es noch einmal wissen.

    Rückblick: Am 31. März 2011 in einem bedeutungslosen Testspiel bei Rot-Weiss Essen reißt sich Fabian das rechte Kreuzband. Kaum wieder hergestellt, spielt er während des Trainingslagers in der Türkei am 22. Januar 2012 gegen Alemannia Aachen und wieder reißt das Kreuzband. Doch damit nicht genug: Am 22. Juli letzten Jahres bereitet Andreas Bergmann seine Schützlinge im Trainingslager in Barsinghausen auf den Saisonstart vor und innerhalb von nur wenigen Sekunden reißt das rechte Kreuzband beim ersten Training erneut.

    "Das Knie ist nicht zerstört"

    Fabian verrät: „Nach dieser Verletzung habe ich mich völlig abgekapselt, habe mich selbst isoliert und habe auch privat niemanden an mich heran gelassen. Es war bisher sicher die schwerste Phase in meinen Leben.“ Was auch daran lag, dass fast niemand in seinem Umfeld daran geglaubt hat, dass der Innenverteidiger nach seiner Verletzungsmisere noch einmal angreifen würde. Fabian: „Immer wieder wurde mir gesagt ‚Mach Schluss‘, aber das wollte ich nicht hören.“

    Fabian allerdings – mit einem gesunden Realismus ausgestattet – machte das einzig Richtige und sprach mit verantwortlichen Ärzten, allen voran seinem Operateur Dr. Alexander Rosenthal. Und der machte ihm Mut. Fabian: „Das Entscheidende ist, dass das Knie nicht zerstört ist. Diese Diagnose war für mich der Grund, es noch einmal zu probieren.“ Da für die Berufsgenossenschaft verschiedene Gutachten eingeholt werden mussten, bestätigte sich, was kaum einer geglaubt hat: Das Knie ist weiterhin sehr stabil.

    Und so schuftet Fabian vier Stunden am Vormittag und eineinhalb Stunden am Nachmittag für sein Comeback und reagiert mit einer Trotzreaktion auf sich immer wiederholende wüste Gedanken. „Natürlich beschäftigst du dich damit, was passiert, wenn es wieder schief geht. Aber dann verdränge ich die Gedanken schnell, denn Jammern macht die Sache nur noch schlimmer.“

    Der Abwehrspieler weiß ganz genau, dass in den nächsten vier Monaten wohl eine Entscheidung fällt, ob es mit dem Profifußball für ihn weiter geht. „Das nächste Comeback ist meine letzte Patrone.“ Und deshalb geht er noch behutsamer als schon zuvor mit den Vorbereitungen um. „Ich werde mich in den nächsten Wochen einem Totalcheck unterziehen, werde auch andere Ärzte und Therapeuten noch einmal auf mein Knie schauen lassen und erst, wenn ich vier Wochen lang das Mannschaftstraining ohne Unterbrechung durchhalte, habe ich das TÜV-Siegel, um wieder auf dem Platz zu stehen.“

    Nicht an die Zukunft denken

    Bei aller Vorfreude wird er nachdenklich. „Ich müsste lügen, wenn ich keine Angst vor einer erneuten Verletzung hätte, aber man muss die Angst dosieren, sonst kann man gleich aufhören.“
    Dass sein Vertrag am 30. Juni ausläuft, interessiert ihn nicht. „Wenn es schief geht, muss ich eh etwas anderes machen.“ Und dann verrät er nicht ohne Stolz: „Ich habe mein Wirtschaftswissenschafts-Studium trotz aller sportlichen Missgeschicke weiter vorangetrieben und werde Ende des Jahres meinen Bachelor-Abschluss machen.“ Bis dahin horcht er in sich hinein, entwickelt keinen falschen Ehrgeiz. „Nachdem ich jetzt diese Mammut-Reha zum dritten Mal durchlebe, sind das für mich routinierte Abläufe. Mittlerweile weiß ich, was für meinen Körper das Richtige ist.“

    Gefreut hat sich der 25-jährige Hagener, als er in der vergangenen Woche aus dem Trainingslager in der Türkei hörte, was Trainer Karsten Neitzel über ihn sagte: „Toll, dass der Trainer mich nicht vergessen hat und wie konzentriert ich mich auf mein Comeback vorbereite. So was gibt natürlich auftrieb.“

    Quelle
  13. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Fabian: Gesund bleiben und nochmal angreifen

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    Patrick Fabian ist nach 278-tägiger Leidenszeit wieder mitten drin statt nur dabei. Nach dem dritten Kreuzbandriss innerhalb von 16 Monaten hat er am vergangenen Samstag sein Comeback bei der U23 gefeiert. Wir unterhielten uns mit dem Innenverteidiger über seinen langen Weg zurück.

    Hallo Patrick! Du hast nach deinem dritten Kreuzbandriss am letzten Wochenende dein Comeback in der U23 gegeben. Was war das für ein Gefühl, nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen?
    So angespannt wie vor diesem Spiel war ich noch nie. Nicht vor meinen Verletzungen und auch nicht nach den ersten beiden Kreuzbandrissen. Natürlich ist man im ersten Spiel noch nicht völlig frei im Kopf, Angst hatte ich aber keine. Eher etwas Respekt, dass wieder was passieren könnte.

    Wollen wir zunächst zurückblicken. Wie schafft man es nach drei Kreuzbandrissen wieder die Motivation zu finden, sich durch eine Reha zu beißen? Ich glaube ganz wichtig war, dass ich diesmal mit einem anderen Physiotherapeuten gearbeitet habe. Nicht, weil der andere schlecht gewesen ist, sondern einfach um neue Reizpunkte zu setzen. Das war für den Kopf und die Motivation extrem wichtig.

    Du hast diese lange Phase jetzt hinter dir. Gab es schwere Momente? Natürlich hat man auch mal schlechte Tage. Die ersten Wochen habe ich mich nahezu komplett zurückgezogen. Aber ich habe ein sehr positives Umfeld um mich herum. Und wenn wir mal ehrlich sind, gibt es viel schlimmere Dinge auf dieser Welt. Außerdem hatte ich immer wieder das Ziel vor Augen, noch einmal auf dem Platz zu stehen. Und als mir die Ärzte und Physiotherapeuten Mut gemacht haben, habe ich wieder optimistischer gedacht.

    Außerdem hast du dein Wirtschaftsstudium vorangetrieben. Richtig, ich habe nur noch zwei Klausuren vor mir, dann kann ich mit der Bachelorarbeit anfangen. Gerade bei meiner Verletzungsgeschichte hielt ich das für vernünftig. Wenn ich bis zum Saisonende fit bleibe und dann mein Studium fertig habe, dann kann ich auf ein Jahr zurückblicken und sagen, dass ich einiges geschafft habe.

    Kommen wir zurück zum Sportlichen. Wie war es, wieder in der Kabine bei der Mannschaft zu sein? Das war ein besonderer Moment. Ich bin schließlich Mannschaftssportler, will mit dem Team zusammenarbeiten. Wir haben viel Spaß und auch die Reibungspunkte, die es untereinander gibt, machen diesen Sport so interessant.

    Mit Peter Neururer habt ihr einen neuen Cheftrainer, wie ist dein Eindruck? Aufgrund meiner langen Ausfälle kann ich nur schwer einen Vergleich zu den beiden Vorgängern ziehen. Was aber auffällt ist, dass Peter Neururer eine unglaubliche Euphorie verbreitet. Trotz der ganzen Schufterei kommt der Spaß im Training nie zu kurz.

    Jetzt stehen noch drei Spiele an. Hast du dir ein Ziel gesetzt? In der Reha habe ich gelernt, geduldig zu sein. Diese Reha hat mit acht Monaten drei länger gedauert als die beiden davor. Da denkt man von Monat zu Monat, jetzt denke ich von Woche zu Woche. Ich möchte gesund bleiben und dann noch einmal angreifen.

    Gehst du deshalb mit deinem Knie anders um? Vor jedem Training bin ich einer der ersten, der kommt. Ich wärme mich auf dem Fahrrad auf, damit das Knie auf Temperatur kommt und mache besondere Stabilitätsübungen. Nach dem Training wird das Knie auch noch behandelt, damit so schnell nichts mehr passiert.



    hp VfL Bochum 1848
  14. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Fabian: Union ist ein ordentlicher Brocken

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    So schnell kann´s gehen: Nach dem „Comeback des Jahres” (n-tv) durch Peter Neururer im April 2013 folgt kaum drei Monate später schon das nächste Comeback des Jahres. Patrick Fabian nimmt nach seinem dritten Kreuzbandriss in Folge einen neuen Anlauf. Im Interview der Woche spricht er über seine Leidenszeit, Reha-Frust und die Vorfreude auf den Saisonauftakt gegen Union Berlin.
    [​IMG]Hallo Patrick! Sonntag geht´s los. Schon nervös?
    Es kribbelt schon. Vorbereitung ist schön und gut, aber Ligabetrieb bedeutet etwas ganz anderes. Da ist die Anspannung deutlich größer.
    Wir blenden gut zwölf Monate zurück: Hättest du damals damit gerechnet, heute wieder auf dem Platz zu stehen?
    Vor fast genau einem Jahr ist mir zum dritten Mal das Kreuzband gerissen. Dementsprechend habe ich es mir überhaupt nicht erträumt, dass ich heute wieder mittendrin bin im Mannschaftstraining. Die Hauptsache ist sowieso, dass ich ein gesundes Knie habe – keine Selbstverständlichkeit, wenn das Kreuzband dreimal im selben Knie reißt. Nach der dritten Ruptur habe ich eine Zeit lang erst mal an gar nichts geglaubt, da war ich richtig down. Umso glücklicher bin ich heute.
    Du sprichst es an: Wie verhält man sich nach so einem neuerlichen Rückschlag?
    Man geht in den ersten Wochen alles andere als selbstbewusst damit um. Es ist, gerade nach dem x-ten Rückschlag, sehr schwierig, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Das Mentale ist entscheidend. Den ersten Rückschlag zu verkraften war einfach. Ein Kreuzbandriss ist im heutigen Profibetrieb fast schon normal. Der zweite Kreuzbandriss wurde unter „Pech“ verbucht. Aber der dritte, zumal in so kurzer Zeit, ist kaum noch zu erklären. Da bin ich in ein tiefes Loch gefallen und habe mich ganz bewusst einen Monat von allem zurückgezogen. Doch nach der ärztlichen Diagnose, dass ich eine reelle Chance hätte wieder zurückzukommen, bin ich es erneut angegangen.
    Du hast einige Dinge geändert.
    Ja, stimmt. Ich habe zunächst den Arzt gewechselt; ohne, dass ich den zuvor behandelnden Ärzten etwas Schlechtes nachsagen könnte. Ich wollte einfach etwas anders machen und mal eine andere Meinung hören. Zudem habe ich mir ohne Ende Tipps geholt, habe Blutuntersuchungen machen lassen und den Körper auf eventuelle Fehlstellungen hin durchleuchten lassen. So habe ich zum Beispiel einen Wirbelsäulentherapeuten aufgesucht, der mich buchstäblich wieder gerade gerückt hat. Ich wollte noch mehr machen, als ich eh schon gemacht habe. Und, ein wesentlicher Faktor: Ich habe mir einfach mehr Zeit gelassen. Mit meinen Erfahrungen rate ich jedem, der einen Kreuzbandriss hat: Schlag dir die Regel mit den sechs Monaten Regenerationszeit aus dem Kopf, nimm dir Zeit und komm nach sieben oder acht Monaten zurück. Es ist besser so.
    Was musst du noch machen?
    Spezielle Stabilisierungsübungen und darauf achten, dass die Oberschenkelmuskulatur an Vorder- und Rückseite stark genug ist. Diese Muskeln sorgen für Entlastung der Knie und des Bänderapparats. Man muss als Fußballer eh diese Körperregionen speziell trainieren. Ich packe dann noch eine 45-minütige Extraschicht obendrauf.
    [​IMG]Die Schinderei hat sich ausgezahlt, du stehst – laut Auskunft des Trainers – vor deinem Startelfdebüt.
    Es sieht gut aus, aber endgültigen Aufschluss erhält man erst am Spieltag, wenn der Name auf der Tafel erscheint. Dennoch: Ich musste mich in den letzten Wochen des Öfteren selbst vergewissern, dass das alles real ist, was gerade so abläuft. Anfang Januar habe ich mit dem Therapeuten zum ersten Mal wieder auf dem Platz gestanden. Danach habe ich von Monat zu Monat geguckt, was passiert. Nun sind wir sieben Monate weiter und ich bin mittendrin im Geschehen. Dieses Gefühl, Teil einer Mannschaft zu sein, ist einfach überragend. Dafür habe ich seit jeher diesen Sport geliebt, der Teamgedanke stand für mich von Anfang an über allem.
    Das Einzelkämpferdasein hatte seine Schattenseiten?
    Auf jeden Fall! Ich habe abends hier auf den Plätzen trainiert, nur mit dem Therapeuten oder ganz allein. Da wackelte schon das eine oder andere Mal aus Frust der Torpfosten, weil ich davor getreten habe, oder es flogen die Eckfahnen durch die Gegend. Ich habe den Therapeuten angebrüllt, obwohl er nichts dafür konnte. Im Nachhinein habe ich mich dafür dann auch wieder entschuldigt. Manchmal hat er aber auch zurückgebrüllt… (lacht) Wenn man so ein hohes Trainingspensum alleine absolviert, dreht man als Fußballer automatisch irgendwann durch. Das gehört dazu.
    Am Sonntag haben wir Union Berlin vor der Brust. Eine hohe Hausnummer?
    Union wird landauf, landab als Geheimfavorit gehandelt. Das ist schon ein ordentlicher Brocken, der uns da erwartet. Hinzu kommt das stets euphorische Publikum in der Alten Försterei, das die Eisernen immer nach vorne peitscht. Die werden marschieren. Wir wissen, dass uns nichts geschenkt wird und werden unsererseits den Weg nach vorne antreten. Zum Saisonstart ist das ein schöner Gradmesser.
    Und danach?
    In den letzten Jahren haben wir die aufgestellten Prognosen zum Teil recht schnell wieder verworfen. Insofern sollten wir vorsichtig sein. Wir müssen schnell Ruhe hineinbekommen, also am besten die ersten Spiele erfolgreich gestalten. Nach der Hinrunde sind wir alle schlauer und können schon eher konkrete Ziele formulieren. Die Liga ist meiner Ansicht nach ausgeglichener geworden, es gibt keine Überfliegermannschaften, die den Aufstieg fest gebucht haben, wie zum Beispiel Hertha oder Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren. Von daher ist alles möglich. Unsere letzten beiden Jahre sollten aber Warnung genug sein, dass es einen auch schnell unten reinreißen kann. Das darf man nicht unterschätzen. Insofern würde ich mich persönlich freuen, wenn wir in sicheren Gewässern schwämmen.
    Wie machen sich die Neuzugänge?
    Das sind alles einwandfreie Charaktere, die uns fußballerisch eine große Hilfe sind. Sie bringen enorme Qualität mit. Wenn wir als Team weiter zusammenwachsen, werden wir als Mannschaft eine Menge Spaß haben und das auch so an die Zuschauer weitertransportieren. Ziel muss es sein, den Fans in Bochum solche Heimspiele zu bieten, dass sie zufrieden nach Hause gehen. Und wir haben mit dieser relativ jungen Mannschaft alle Möglichkeiten dazu. Die Stimmung in Bochum hat sich in den letzten Monaten gewandelt, auf dieser Welle sollten wir weitersurfen
  15. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Sport 1 TV-Bericht über Patrick Fabian mit Dr. med. Rosenthal

    [video=youtube;Q_kgbtDMDro]http://www.youtube.com/watch?v=Q_kgbtDMDro[/video]
  16. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Fabian: Gesundheit steht an erster Stelle

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    Happy Birthday, Patrick Fabian! Unser Verteidiger feiert am Freitag seinen 26. Geburtstag und die blau-weiße Familie gratuliert aufs Herzlichste. Außer mit Glückwünschen haben wir seine Geburtstagstorte zudem noch mit ein paar Fragen verziert, auch solche darunter, die unsere Fans via Facebook gestellt haben.

    [​IMG] Hallo Patrick! Herzlichen Glückwunsch zu deinem 26. Geburtstag! Wie wirst du den Tag heute verbringen?
    Danke! Meine Familie kommt gleich vorbei, meine Eltern, meine Schwester und der Opa. Später werden auch noch ein paar enge Freunde zu mir kommen und dann werden wir alle gemeinsam Essen gehen. Vielleicht trinken wir dann auch ein Bier zusammen. (lacht)

    Was wünscht man sich mit 26 am meisten? Vielleicht Gesundheit?
    Klar, ich wünsche mir vor allem Gesundheit. Natürlich habe ich auch noch andere Wünsche, aber an erster Stelle steht bei mir einfach nur die Gesundheit. Das ist das Wichtigste, und wenn das im neuen Lebensjahr einfach mal der Fall sein könnte, wäre das sehr schön. Das ist im Übrigen der erste Geburtstag seit drei Jahren, den ich verletzungsfrei verbringen kann. (lacht lauter) Das macht den Geburtstag in diesem Jahr umso schöner.
    Du hast in dieser Saison neun von zehn Spielen von Anfang an bestritten. Wie hat dein Knie die Belastung bisher überstanden?
    Es klappt bisher gut. Bis auf den Schlag in Frankfurt bin ich sehr gut durchgekommen. Ich konnte alle anderen Spiele über die vollen 90 Minuten bestreiten. Nach dem Schlag musste ich das Training ein wenig dosieren. Aktuell absolviere ich nur ein individuelles Lauftraining. In der kommenden Woche will ich wieder mit der Mannschaft trainieren.

    [​IMG] In der aktuellen Spielzeit konntest du zudem zwei Tore erzielen und eine Vorlage liefern. Wie fühlt es sich an, einer der Top-Scorer im Team zu sein?
    Tore zu schießen ist immer schön, das ist ganz klar. Es ist natürlich ein tolles Gefühl. Ich habe in dieser Saison zweimal zuhause getroffen. Dass ich mit dem 1:0 gegen Dresden und dem 2:2 in Paderborn jeweils wichtige Treffer erzielen konnte, freut mich natürlich umso mehr. Es ist jedoch auch für mich nur Mittel zum Zweck, um der Mannschaft zu helfen. Es kommt im Endeffekt nicht darauf an, wer die Tore schießt, sondern dass wir sie machen.
    Die Länderspielpause beschert euch ein spielfreies Wochenende. Kam das nach den letzten Spielen zum richtigen Zeitpunkt?
    Das weiß ich jetzt noch nicht. Das wird man vielleicht in drei oder vier Wochen beurteilen können. Fakt ist, dass die Phase vom Spiel gegen Sandhausen bis zum Spiel gegen Ingolstadt das Gesamtbild runtergezogen hat. Wir müssen jetzt nicht vom Kampf um den Klassenerhalt sprechen, genau so wenig, wie wir nach sieben Spieltagen vom Aufstieg sprechen konnten. Wir müssen die aktuelle Situation richtig einschätzen und einzuordnen wissen. Bewusstsein ja, Panik nein.
    Woran müsst ihr arbeiten, um wieder erfolgreich zu sein?
    Man kann immer an allem arbeiten. Wir sind als Mannschaft generell noch sehr entwicklungsfähig. Wenn man die letzten Spiele betrachtet, müssen wir wieder mehr Druck nach vorne bekommen. Das betrifft nicht nur den Sturm, sondern die gesamte Mannschaft. Auch hinten dürfen wir keine einfachen Tore mehr kassieren und den Gegner nicht mehr zu so vielen Freistößen wie im Spiel gegen Ingolstadt kommen lassen. Wir müssen versuchen, wieder in die Spur zu kommen, in der wir vorher waren.

    [​IMG] Habt ihr euch die Aufgaben nach dem Sieg in Fürth womöglich zu leicht vorgestellt, das Pokalspiel in Frankfurt mal ausgeklammert?
    Das glaube ich nicht. Die Gegner haben höchst unterschiedliche Spielweisen. Die, die unten stehen, stellen sich hinten rein und verteidigen. Die, die höher in der Tabelle stehen, spielen ganz anders. Insgesamt ist die Liga komplett ausgeglichen, diese Saison gleicht bisher einem Auf und Ab. Man darf jetzt nicht alles schlecht reden, nur weil das Tabellenbild gerade nicht gut aussieht. Auch uns Spielern ist das natürlich nicht egal. Es schaut keiner gern auf die Tabelle und sieht, dass wir Drittletzter sind. Wir müssen analysieren, was wir gut und was wir schlecht gemacht haben, und dann unseren Weg weitergehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Punkte wieder holen werden.

    Du hast nach dem Ingolstadt-Spiel gesagt, dass du nie aufgeben wirst. Ist das auch der Tenor innerhalb der Mannschaft?

    Definitiv! Wir sind in der Mannschaft alle meilenweit davon entfernt, an Selbstaufgabe zu denken oder zu resignieren. Im Gegenteil, es herrscht eine Jetzt-erst-recht-Mentalität.

    Besten Dank bis hierhin. Doch nicht nur wir gratulieren dir herzlich zu deinem Ehrentag, auch unsere Fans lassen dir via Facebook die besten Glückwünsche zukommen. Und haben da noch ein paar Fragen an dich. Zum Beispiel Andreas Mattern: Welcher war dein schönster Moment in 13 Jahren VfL?

    Den schönsten Moment allein gibt es wohl nicht, aber ich hatte beispielsweise ein tolles erstes Jahr in der A-Jugend, bin mit der Zweiten Mannschaft damals in die neue Regionalliga aufgestiegen und mein erstes Bundesligaspiel war natürlich auch etwas ganz Besonderes. Wenn man meine Geschichte kennt, dann waren jetzt das erste Spiel und das erste Tor zwei ganz besondere Momente für mich persönlich. Grundsätzlich hatte ich hier sehr viele positive Erlebnisse, die insgesamt auch definitiv überwiegen.

    [​IMG] Niclas Tiltz fragt: Hättest du damit gerechnet, nach deiner Verletzungsserie im ersten Pflichtspiel der Saison gleich in der Startelf zu stehen?
    Eine Woche vor Saisonbeginn ja, vier Monate vorher nein. Nach der letzten Saison wäre ich wahrscheinlich froh gewesen, verletzungsfrei durch die Saisonvorbereitung zu kommen. Dass ich spielen werde, war zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht absehbar. In der Vorbereitung selbst habe ich dann gemerkt, dass ich mich gut durchkämpfe und mir meinen Platz auch holen kann. Für mich persönlich hätte es bisher nicht besser laufen können. Ich habe noch nie so viele Spiele am Stück und über die volle Distanz machen können. Trotzdem steht und fällt alles mit dem Mannschaftserfolg. Nach einer Niederlage freue ich mich nicht, dass ich gespielt habe, sondern ich ärgere mich über die verlorenen Punkte. Persönlich ist alles okay, mannschaftlich könnte es noch besser sein.

    Sarah Grulke möchte Folgendes wissen: Könntest du dir vorstellen, im Ausland zu spielen? Wenn ja, in welcher Liga und für welchen Verein?
    Die Frage kann ich jetzt gerade gar nicht beantworten. Durch meine Verletzungsgeschichte denke ich nur Schritt für Schritt. Wenn ich meine, in ein paar Jahren im Ausland spielen zu müssen, dann kann ich mir das immer noch überlegen. Ich blicke nur in die nahe Zukunft und die ist hier in Bochum, mitten im Ruhrgebiet. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe alle meine Leute um mich herum. Das macht es mir einfacher als woanders. Im Fernsehen verfolge ich die Geschehnisse im Ausland natürlich. Ich bin großer Fan der englischen Liga, vor allem von der dortigen Spielweise und den Stadien. Ich schaue auch, was die deutschen Spieler im Ausland so machen. Das liegt wohl daran, dass dieses Fußballinteresse generell einfach da ist. Es sind nämlich nicht nur die ausländischen Ligen, die mich interessieren, sondern ich schaue auch Partien in der Regionalliga.
  17. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Fabian unterschreibt bis 2016

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    Der Dienstälteste im Zweitligakader bleibt an der Castroper Straße: Patrick Fabian hat seinen Vertrag beim VfL Bochum 1848 bis zum 30. Juni 2016 verlängert. Damit geht der 26-Jährige im Sommer 2014 in sein 15. Jahr bei den Blau-Weißen.

    In der aktuellen Saison absolvierte Patrick Fabian 17 von 18 Begegnungen in der 2. Liga. „Er überzeugt vor allem durch Zweikampfstärke und die Stabilität in seinen Leistungen. Neben den sportlichen Qualitäten zeichnen ihn sein unbändiger Wille und sein Ehrgeiz aus“, so VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter. „Darüber hinaus ist er ein guter Typ, der seine Mitspieler durch seine positive Art mitreißt und sich mit dem VfL und unseren Zielen total identifiziert.“

    Patrick Fabian kam im Juli 2000 zum VfL. 2005 stand der gebürtige Hagener mit der U19 im Finale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft, das der VfB Stuttgart mit 3:0 gewann. Zwei Jahre später schaffte der Abwehrspieler den Sprung in die Lizenzspielerabteilung, für die er bisher 6 Erst- und 23 Zweitligaspiele bestritten hat.

    „Ich befinde mich mittlerweile im 14. Jahr beim VfL, habe in Bochum mein Profi-Debüt gefeiert. Das ist mein Verein und ich bin sehr glücklich, dass wir uns so schnell einig geworden sind“, erklärt Patrick Fabian. „Ich werde alles dafür tun, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben und von dem auch ich überzeugt bin, erfolgreich ist.“
  18. aniger60

    aniger60 Moderatorin

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    05.02.2014

    Fabian: Das Leben spielt manchmal verrückt
    Nächste Runde beim Liveticker VfL im Schauspielhaus, dieses Mal schaute Patrick Fabian bei Moderator Andreas Grothgar vorbei und plauderte mit dem Ensemble-Mitglied nicht nur über den Alltag als Profifußballer. Ein wichtiges Thema im „Theater Unten” war natürlich die unglaubliche Verletzungsgeschichte des 26-Jährigen.

    So drehte sich auch gleich die erste Frage von Schauspieler Andreas Grothgar, der die lockere Gesprächsrunde seit März 2011 leitet, angesichts der drei Kreuzbandrisse Fabians um das bekannte Thema: „Patrick, kann man dich als medizinisches Wunder betrachten?“ So weit wollte unsere Nummer 19 zwar nicht gehen, doch die Einzigartigkeit dieser Verletzungsgeschichte ist unbestritten. „Ich habe zumindest noch nie von einem Fußballer gehört, der drei Kreuzbandrisse in einem Knie erlitten hat und dennoch wieder zurückgekehrt ist“, musste Fabian eingestehen.

    Gerade die Kürze der Zeit spielte dabei eine große Rolle. „Das Ganze ist ja innerhalb von 16 Monaten passiert. Beim dritten Mal weißt du gar nicht mehr, ob du lachen oder weinen sollst. Es war schon heftig, man hinterfragt vieles, findet aber nur schwer Antworten“, gab der dienstälteste VfLer Einblick in sein Seelenleben nach den schweren Verletzungen. Mut haben ihm in dieser Zeit besonders sein Familienumfeld und sein Freundeskreis gemacht. „Das Leben spielt halt manchmal verrückt. Man muss die Dinge akzeptieren und versuchen, das Beste daraus zu machen“, hat Fabian während der langen Leidenszeit gelernt.

    Der Innenverteidiger besticht im gut gefüllten „Theater Unten“ mit seinen gefestigten Aussagen, und auch Grothgar selbst ist merklich angetan von seinem Gesprächspartner: „Es ist beeindruckend, wie du mit dieser ganzen Situation umgehst. Ganz objektiv betrachtet hat man den Eindruck, als fühlest du dich besser als je zuvor.“ „Ich habe sehr viel mitgenommen aus dieser Zeit“, erklärt Fabian, „meine Sichtweise auf das Leben hat sich geändert. Man muss die Karriere genießen, es kann auch ganz schnell vorbei sein.“ Exakt aus dieser Erkenntnis heraus hat sich Fabian ein zweites Standbein neben dem Fußball aufgebaut, studiert Wirtschaftswissenschaften an der Fern-Uni Hagen und steht kurz vor seiner Bachelor-Arbeit.

    Priorität haben aber natürlich die Saisonziele des VfL, und da spielt Patrick Fabian eine ganz wichtige Rolle. „In den Medien wirst du immer wieder als Führungsspieler bezeichnet, gefällt dir dieser Status?“, will Grothgar wissen. „Ich war schon immer ein Spieler, der gerne Verantwortung übernimmt. Das steht und fällt natürlich mit der eigenen Leistung. Als Innenverteidiger spiele ich auf einer Position, wo jeder Fehler sofort bestraft wird. Da muss man präsent sein und seinen Job seriös ausüben“, gibt Fabian zu Protokoll.

    Seinen Job übt der gebürtige Hagener, der seit 2000 bei den Blau-Weißen kickt, noch immer liebend gerne an der Castroper Straße aus: „Der VfL ist mein Herzensverein. Ich konnte hier in den letzten Jahren viele Entwicklungsschritte hautnah miterleben. Auch während meiner langen Verletzung stand der Verein immer zu mir, da will ich noch einiges zurück zahlen.“ Doch eines hat Fabian in seiner noch immer jungen Karriere wie gesagt erfahren müssen: „Das Geschäft ist schnelllebig.“

    Ein Grund, warum sich der 26-Jährige nach dem Ende der eigenen Laufbahn anderen Berufszweigen widmen könnte. „Diese Ungewissheit als Fußballer, bleibe ich gesund, setzt der Trainer auf mich, das will ich nach der Karriere eigentlich nicht mehr haben.“ Bis dahin sollen aber noch einige Jahre ins Land gehen. „Groß planen kann man die Zukunft nicht. In der Reha habe ich gelernt, von Woche zu Woche und in kleinen Schritten zu denken.“ Der nächste Schritt heißt FSV Frankfurt, und den hat Fabian fest im Blick: „Wir müssen das Bewusstsein haben, unbedingt gewinnen zu wollen. Unsere Gegner müssen wissen, dass beim VfL nichts zu holen ist.“ Daran will Patrick Fabian entscheidenden Anteil haben, hoffentlich ohne eine weitere schwere Verletzung[​IMG]
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Februar 2014
  19. aniger60

    aniger60 Moderatorin

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    Fabian: „Den Hintern hoch kriegen”

    In dieser Saison stieg Patrick Fabian zum Stamm- und Führungsspieler beim VfL auf. Zum Negativerlebnis gegen Bielefeld, dem Dialog mit den Fans, dem kommenden Gegner 1860 München und seiner persönlichen Saisonbilanz steht der 26-jährige Abwehrspieler im Interview der Woche Rede und Antwort.

    Hallo Patrick, die letzten Tage waren mit Sicherheit nicht die einfachsten. Wie hast du das Spiel vom vergangenen Freitag verarbeitet?

    Das hat ein bisschen gedauert. So haben wir uns das alle in keinster Weise vorgestellt und dieses Spiel konnte man nicht in einer Nacht verarbeiten. Doch Fußball ist ein Wochengeschäft und mit Beginn der neuen Trainingswoche muss das vergangene Spiel vergessen sein[​IMG]. Das Ziel muss einfach sein, dieses Spiel wieder gut zu machen.

    Nach dem Spiel habt ihr noch lange mit den Fans gesprochen. Was war das Ergebnis dieser Unterhaltung?

    Dass die Fans enttäuscht, sauer und verärgert sind, ist völlig verständlich. Das sind wir als Mannschaft auch. Es hat eine gute Kommunikation am Zaun stattgefunden. Ich habe versucht den Fans zu vermitteln, dass es auch uns sehr nahe geht und es schwer zu erklären ist, wenn ein Spiel so abläuft. Es war natürlich besonders bitter, dass wie dieses Spiel, was für die Fans und den Verein sehr wichtig war, auf diese Art und Weise verloren haben. Ich habe versucht den Jungs und Mädels aus der Kurve klar zu machen, dass der Verein und die Fans nur gemeinsam aus dieser Situation rauskommen können.

    Auch mit dem Trainerteam wurde das Spiel nochmals besprochen. Welche Schlüsse habt ihr aus der Niederlage gezogen?

    Es ist offensichtlich, dass das Spiel, so wie es in der ersten Halbzeit lief, nicht laufen kann. Wir sind die ersten Minuten ganz gut ins Spiel reingekommen und ich hatte bis zum 0:1 nicht den Eindruck, dass an dem Tag bei uns etwas anbrennen könnte. Dass wir nach dem Rückstand so auseinandergebrochen sind, ist mir unerklärlich und das musste auf jeden Fall angesprochen werden. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, langfristige Änderungen wird es also kaum noch geben. Wir müssen in den letzten beiden Spielen den Hintern hoch kriegen. Vor dem Spiel gegen Bielefeld waren unsere Leistungen in Ordnung, wir haben in Köln verloren aber eine gute erste Halbzeit gespielt und in den drei Spielen zuvor sieben Punkte geholt.

    Nichtsdestotrotz habt ihr es noch selbst in der Hand, den Klassenerhalt vorzeitig klar zu machen. Beruhigt dich das?

    Die letzten Wochen waren mental schon eine sehr große Belastung. Irgendwann zerrt es auch an den Nerven, wenn man darauf hoffen muss, dass die Konkurrenten nicht punkten. Dresden ist fünf und Bielefeld sechs Punkte hinter uns, wir sind gut beraten auf der aktiven Seite zu bleiben und uns nicht darauf zu verlassen, dass die anderen nicht punkten. Wir müssen jetzt den ersten Schritt machen, den Klassenerhalt sichern und danach die Saison analysieren. Wir möchten die aktuelle Situation in der nächsten Saison auf keinen Fall wieder erleben, denn der Abstiegskampf macht weder den Fans, noch uns als Mannschaft Spaß.

    Anders als gewohnt geht es am Donnerstag vor dem Spiel in München noch in ein kurzes Trainingslager. Was denkst du über diese Maßnahme?

    Das Trainingslager hat sicher seine Vorteile. Wir rücken als Mannschaft noch enger zusammen, können den Fokus noch mehr auf das Spiel am Sonntag richten und es gibt keine Nebengeräusche aus dem privaten Alltag. Die vorzeitige Anreise unterstreicht die Wichtigkeit des Spiels für uns und garantiert eine optimale Vorbereitung.

    Ihr habt am Sonntag den nächsten Matchball. Wie müsst ihr spielen, damit diesmal die drei Punkte mi[​IMG]t ins Ruhrgebiet gehen?

    Das Spiel gegen Bielefeld darf uns nicht mehr beeinflussen. Ich habe gehört, dass viele Bochumer Fans die Reise nach München antreten. Mit der Unterstützung dieser Fans im Rücken müssen wir selbstbewusst auftreten und versuchen, den Sechzigern den Schneid abzukaufen. Es ist keine unlösbare Aufgabe für uns, wenn wir defensiv wieder zu Stabilität finden und offensiv Nadelstiche setzen können.

    Bei den Löwen hat der VfL zuletzt 2003 verloren. Euer Lieblingsgegner?

    Lieblings- oder Angstgegner gibt es nicht mehr. In dieser Saison ist schon so viel passiert, da weiß man nie was kommt. Wir müssen dort einfach gegen 1860 München gewinnen und den Deckel draufmachen.

    Wenn dir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass du in dieser Saison zum Stamm- und Führungsspieler wirst, was hättest du ihm in Anbetracht deiner Vergangenheit geantwortet?

    Wahrscheinlich hätte ich dem wenig Glauben geschenkt. Ich wusste, dass ich eine gewisse Qualität mitbringe und dass ich der Mannschaft helfen kann, wenn mein Körper so mitmacht wie in dieser Saison. Es freut mich, dass ich in dieser Saison so viele Spiele bestreiten konnte. Ich versuche immer der Mannschaft auf dem Platz zu helfen, den Fans zu zeigen, dass ich mit dem ganzen Herzen dabei bin und alles für den VfL gebe.

    Wie fällt dein persönliches Fazit nach 32 von 34 Spielen aus?

    Persönlich freue ich mich so viele Spiele gemacht zu haben und die Saison ohne große Verletzungen überstanden zu haben. Ich hätte mir ein besseres Mannschaftsergebnis gewünscht. Wir hatten einige gute Partien, jedoch fehlte die Konstanz und wir haben zu viele schwache Partien geboten. Wir müssen die Situation so annehmen, die Saison jetzt noch gut über die Bühne bringen und es dann im nächsten Jahr besser machen.

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  20. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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